Verborgene Schätze am Zugersee

Manuela Weichelt-Picard

Manuela Weichelt-Picard

 

Liebe Zugerinnen und Zuger
Liebe Gäste

Seit Juni 2011 zählen die Pfahlbausiedlungen zum UNESCO-Welterbe. Unter Federführung der Schweiz wurde die Kandidatur «Prähistorische Pfahlbauten in Seen und Mooren rund um die Alpen» besser bekannt als «Pfahlbauten» zusammen mit den beteiligten Staaten Frankreich, Italien, Deutschland, Österreich und Slowenien eingereicht. Unter den 111 anerkannten Fundstellen rund um die Alpen befinden sich 56 Fundstellen in der Schweiz und 3 davon auf dem heutigen Stadtgebiet von Zug.

Im Kanton Zug sind an 33 verschiedenen Standorten Reste von 50 Pfahlbau-Siedlungen bekannt, die zwischen Jungsteinzeit und Spätbronzezeit datieren. Darunter befinden sich die Fundorte «Zug-Sumpf», «Zug-Oterswil/Insel Eielen» und «Zug-Riedmatt», die als Stätten von universeller historischer und wissenschaftlicher Bedeutung mit dem Titel UNESCO-Welterbe ausgezeichnet wurden.
Die Pfahlbauten geben uns einen einzigartigen Einblick in die Anfänge der Besiedlung des Alpenraumes und die ersten bäuerlichen Gesellschaften. Sie sind die einzige Quelle zur Erforschung der schriftlosen Vergangenheit in Europa. Die Pfahlbauten erlauben die Rekonstruktion der ersten Besiedlungen des Alpenraumes und zählen zu den bedeutendsten europäischen Kulturgütern. Für das Verständnis der zivilisatorischen Entwicklung haben die Pfahlbauten denselben Stellenwert wie die Pyramiden in Ägypten oder die chinesische Mauer.
Ich lade Sie herzlich ein, unser UNESCO-Welterbe in Zug (neu) zu entdecken.

Manuela Weichelt-Picard
Regierungsrätin
Vorsteherin der Direktion des Innern